
Alles auf einen Blick
- Die Formel: Vorkommen des Keywords geteilt durch die Gesamtzahl der Wörter, mal 100.
- Google kennt keinen optimalen Wert. John Mueller sagt das 2023 wörtlich, Matt Cutts 2011 in einem Google-Video.
- Der Korridor von 0,5 bis 3 Prozent stammt aus Tools, allen voran aus Yoast SEO, nicht aus Googles Dokumentation.
- Nach oben gibt es sehr wohl eine Grenze: Keyword Stuffing ist ein Verstoß gegen Googles Spam-Richtlinien.
- Was zählt: Suchintention, Vollständigkeit, verwandte Begriffe, Struktur, interne Links und in Shops die Produktdaten.
- Zählen hilft als Warnsignal nach oben, beim Vergleich mit dem Wettbewerb und beim Prüfen von KI-Entwürfen. Als Ziel taugt es nicht.
Inhaltsverzeichnis10 Abschnitte
Keyword-Dichte klingt nach einer Stellschraube: ein paar Prozent mehr oder weniger, und die Seite rankt besser. Genau so wird sie seit Jahren verkauft, von Plugins mit grünen Ampeln und von Ratgebern, die einen Korridor von 1 bis 3 Prozent nennen. Nur hat dieser Korridor keine Grundlage in dem, was Google über sein Ranking sagt. In den Google SEO Office Hours vom Januar 2023 antwortet John Mueller auf die Frage, ob Google die Keyword-Dichte berücksichtigt, laut offiziellem Transkript: „Google does not have a notion of optimal keyword density.“
Wertlos ist die Kennzahl deshalb nicht. Sie zeigt dir, wie oft ein Begriff in einem Text steht, und das ist als Warnsignal brauchbar. Hier rechnest du die Dichte einmal sauber aus, siehst, woher der Mythos vom Zielwert kommt, wo echtes Keyword Stuffing anfängt und was in Online-Shops stattdessen über Sichtbarkeit entscheidet. Den Rechner auf dieser Seite kannst du weiter benutzen, nur eben als Zähler und nicht als Zielvorgabe.
Was die Keyword-Dichte ist und wie du sie berechnest
Die Keyword-Dichte ist der Anteil eines Begriffs an allen Wörtern eines Textes, in Prozent. Mehr steckt nicht dahinter: eine Zählung geteilt durch eine Zählung. Sie sagt nichts darüber, ob der Begriff an einer sinnvollen Stelle steht oder ob der Text die Frage der Besucher beantwortet.
Die Formel mit Beispiel
Keyword-Dichte in Prozent = Vorkommen des Keywords / Gesamtzahl der Wörter * 100
Beispiel Kategorietext:
Gesamtzahl der Wörter: 400
Vorkommen "Opal Ring": 8
8 / 400 * 100 = 2 Prozent
Schon bei zwei Wörtern wird es uneindeutig. Zählst du „Opal Ring“ als einen Treffer oder beide Wörter einzeln? Im zweiten Fall verdoppelt sich der Wert, ohne dass sich am Text etwas ändert. Eine Kennzahl, die je nach Zählweise um den Faktor zwei schwankt, taugt nicht als Grenzwert.
Warum zwei Tools verschiedene Werte zeigen
Jedes Werkzeug trifft beim Zählen eigene Entscheidungen. Deshalb liefern zwei Tools für denselben Text zwei Prozentzahlen, und beide sind nach ihrer Logik korrekt.
| Entscheidung im Tool | Auswirkung auf den Wert |
|---|---|
| Phrase als ein Treffer oder je Wort gezählt | Der Wert halbiert oder verdoppelt sich bei zwei Wörtern. |
| Nur exakte Schreibweise oder auch Wortformen wie Ring, Ringe, Ringen | Im Deutschen ein großer Unterschied, weil Beugung die Regel ist. |
| Stoppwörter wie und, der, mit im Nenner | Sie machen einen erheblichen Teil jedes Textes aus und drücken den Prozentwert. |
| Nur Fließtext oder auch Navigation, Filter, Footer und Alt-Texte | In Shops entscheidet das oft mehr über das Ergebnis als der eigentliche Text. |
Der Rechner auf dieser Seite: zählen, nicht bewerten
Das Werkzeug unten zählt, wie oft deine Begriffe in einem Text vorkommen, und rechnet ihren Anteil an der Gesamtwortzahl aus. Mehr macht es nicht, und mehr soll es nicht machen. Es gibt keinen Zielkorridor, weder 1 bis 3 Prozent noch eine andere Spanne. Die Prozentzahl beschreibt deinen Text, sie benotet ihn nicht.
Aussagekräftig wird der Wert erst im Vergleich: derselbe Text vor und nach der Überarbeitung, dein Kategorietext neben dem von drei Wettbewerbern, der KI-Rohentwurf neben deiner redigierten Fassung. Eine einzelne Prozentzahl ohne Vergleich sagt fast nichts.
Warum es keinen Zielwert gibt
Die deutlichste Aussage steht im Transkript der Google SEO Office Hours vom Januar 2023. Auf die Frage „Does Google consider keyword density for the content?“ antwortet John Mueller: „Well, no, Google does not have a notion of optimal keyword density. Over the years, our systems have gotten quite well at recognizing what a page is about, even if the keywords are not mentioned at all.“ Sein Fazit: Die Dichte zählt nicht, deutlich zu sein schon.
Neu ist diese Haltung nicht. Schon 2011 beantwortete Matt Cutts im Video „What is the ideal keyword density of a page?“ auf dem Google-Webmasters-Kanal dieselbe Frage mit Nein. Sinngemäß: Die ersten ein bis zwei Erwähnungen helfen beim Verstehen, danach bringt jede Wiederholung kaum noch etwas, und wer weitermacht, landet bei Keyword Stuffing oder Kauderwelsch.
Noch älter ist der Beleg: In dem Papier, mit dem Sergey Brin und Larry Page 1998 Googles Architektur beschrieben, steht zur Gewichtung von Treffern: „Count-weights increase linearly with counts at first but quickly taper off so that more than a certain count will not help.“ Schon in der Urfassung brachten zusätzliche Wiederholungen ab einem Punkt nichts mehr.
Dazu kommt, was Google heute dokumentiert:
- Der SEO-Starter-Leitfaden führt Keyword Stuffing unter den Dingen auf, auf die du dich nicht konzentrieren solltest, und stellt fest: Es gibt keine magische Wortzahl, weder als Minimum noch als Maximum.
- Der Leitfaden für hilfreiche Inhalte fragt, ob du auf eine bestimmte Wortzahl hin schreibst, weil Google angeblich eine Länge bevorzugt. Die Antwort steht in Klammern dahinter: Nein, tut Google nicht.
- Der Leitfaden zu den Ranking-Systemen beschreibt Neural Matching als System, das Konzepte in Suchanfragen und auf Seiten aufeinander abbildet. Zu RankBrain heißt es, Google könne dadurch passende Inhalte liefern, auch wenn nicht alle exakten Suchbegriffe im Text stehen.
Heißt das, Wörter sind egal? Nein. In „So funktioniert die Google Suche“ nennt Google es das grundlegendste Relevanzsignal, wenn ein Inhalt dieselben Begriffe enthält wie die Suchanfrage, etwa in Überschriften und im Fließtext. Der Begriff soll also vorkommen. Das ist aber eine Frage von „steht drin und passt“, nicht von „steht 14 Mal statt 11 Mal drin“.
Woher der Mythos kommt
Die Idee hat eine ehrliche Herkunft. Klassische Verfahren aus dem Information Retrieval gewichten Begriffe danach, wie oft sie in einem Dokument vorkommen und wie selten im Gesamtbestand, bekannt als TF-IDF. Suchmaschinen der neunziger Jahre rechneten stark in diese Richtung, und wer Wörter stapelte, kam nach oben. Die Antwort darauf waren Linkanalyse, Spam-Erkennung und später Sprachmodelle.
Die konkreten Prozentzahlen stammen aber nicht von Google, sondern aus Tools. Yoast SEO vergibt eine grüne Ampel, wenn die Keyphrase-Dichte zwischen 0,5 und 3 Prozent liegt, in Premium bis 3,5 Prozent. Yoast behauptet nicht, das sei Googles Zielwert, es ist die Schwelle des Plugins. Über Jahre ist diese Spanne in Briefings, Redaktionsleitfäden und andere Rechner gewandert. Auch das Werkzeug auf dieser Seite hat sie bisher als optimal ausgewiesen. Das war falsch, und deshalb steht dieser Beitrag in neuer Fassung.
Wichtig
Eine grüne Ampel in einem Plugin ist die Aussage des Plugins, nicht die von Google. Wenn ein Text die Frage vollständig beantwortet und sich gut liest, ist er fertig, auch bei 0,3 Prozent. Und er wird nicht besser, wenn du für die Ampel noch drei Keywords hineinschiebst.
Keyword Stuffing: das echte Risiko
Nach unten gibt es keine Grenze, nach oben schon. Googles Spam-Richtlinien für die Websuche definieren Keyword Stuffing als das Füllen einer Seite mit Keywords oder Zahlen, um Rankings zu manipulieren. Als Beispiele nennt Google Listen von Telefonnummern ohne erkennbaren Mehrwert, Textblöcke mit Städten und Regionen, für die eine Seite ranken möchte, und Passagen, in denen dieselben Wörter so oft wiederholt werden, dass es unnatürlich klingt.
Das ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Richtlinie. Verstöße können dazu führen, dass Seiten schlechter oder gar nicht mehr erscheinen. Entscheidend ist kein Prozentwert, sondern der Eindruck: für Menschen geschrieben oder für ein Zählwerk?
Typische Muster in Shops
- Produkttexte aus dem Generator: Dieselbe Hülle für 800 Artikel, Attribute eingesetzt, in jedem zweiten Satz die Produktbezeichnung. Googles Spam-Richtlinien nennen das den Missbrauch skalierter Inhalte: viele Seiten, erzeugt vor allem für Rankings.
- Kategorietexte im Fußbereich: 600 Wörter unter den Produkten, gefüllt mit Varianten des Kategorie-Keywords. Wer den Text dorthin schiebt, damit er den Kauf nicht stört, hat die Antwort schon gegeben: Er hilft niemandem.
- Vollgestopfte Alt-Texte: Googles Bilder-Dokumentation zeigt dafür ein Negativbeispiel, den Alt-Text „puppy dog baby dog pup pups puppies doggies“, und empfiehlt stattdessen „Dalmatian puppy playing fetch“. Laut Google verschlechtert das Füllen von Alt-Attributen die Nutzererfahrung und kann dazu führen, dass die Website als Spam eingestuft wird.
- Orts- und Markenlisten im Footer: „Schmuck kaufen Hamburg, Schmuck kaufen Bremen, Schmuck kaufen Hannover“ auf jeder Seite. Das ist genau das Beispiel aus Googles Richtlinie.
Tipp
Lies einen verdächtigen Text laut vor, am besten jemandem, der den Shop nicht kennt. Stolperst du über Wiederholungen oder klingt ein Satz gedreht, damit der Begriff hineinpasst, brauchst du keinen Rechner mehr.
Was stattdessen zählt
Wenn die Dichte kein Ziel ist, was dann? Die Antwort steht in Googles Leitfaden für hilfreiche Inhalte: Inhalte für Menschen, die eine Frage vollständig beantworten. In der Praxis sind das drei Baustellen.
Suchintention und Vollständigkeit
Eine Seite gewinnt, wenn sie liefert, wonach gesucht wurde. Bei „Opal Ring kaufen“ sind das Produkte, Preise, Verfügbarkeit und Vertrauenssignale, kein Aufsatz über die Entstehung von Opalen. Bei „Opal reinigen“ ist es umgekehrt. Welche Fragen hinter deinen Begriffen stecken, klärst du nicht im Rechner, sondern in der Keyword-Recherche. Fehlen dir die Grundlagen, hilft die einfache Erklärung, was SEO ist.
Entitäten und verwandte Begriffe
Google beschreibt selbst, wie seine Synonymsysteme arbeiten: Wer nach „change laptop brightness“ sucht, soll auch Seiten finden, auf denen „adjust laptop brightness“ steht. Für deine Texte heißt das: Nenn alles, was zum Thema gehört, statt ein Wort zu wiederholen. Bei einem Opal-Ring sind das Boulder-Opal, Karat, 18 Karat Gelbgold, Ringgröße, Zertifikat und Pflege. Das macht den Text nicht dichter, sondern vollständiger.
Struktur, interne Links und Produktdaten
Title und H1 sagen in wenigen Wörtern, worum es geht. Zwischenüberschriften gliedern die Seite in Abschnitte, die für sich verständlich sind. Interne Links führen zu passenden Kategorien und Ratgebern, und ihr Linktext beschreibt das Ziel, genau wie es Googles Starter-Leitfaden empfiehlt. In Shops kommen Produktdaten dazu: Strukturierte Daten helfen Google laut Dokumentation, Preis, Rabatt und Versandkosten korrekt zu verstehen. Wie Vertrauen und Erfahrung hineinspielen, zeigt der Beitrag zu E-E-A-T.
| Statt darauf zu optimieren | Besser darauf achten |
|---|---|
| Keyword-Dichte von 2 Prozent | Der Begriff steht im Title, in der H1 und im ersten Absatz, dort, wo er hingehört. |
| Textlänge von 1.000 Wörtern | Die Frage ist beantwortet, ohne Füllsätze und ohne Auslassungen. |
| Das Keyword möglichst oft wiederholen | Verwandte Begriffe, Attribute und Fragen aus der Recherche abdecken. |
| Alt-Texte mit Keywords füllen | Beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist. |
Für Shops konkret
In Shops entstehen die meisten Dichte-Probleme nicht beim Schreiben, sondern beim Anlegen von Artikeln. Ich betreue Shops auf Shopify und Shopware, die Baustellen sind fast immer dieselben.
- Kategorietexte: Ein kurzer Abschnitt oben, der beim Aussuchen hilft, schlägt 600 Wörter unten. Bei der Opal-Schmiede sind die Kategorien nach Kaufabsicht geschnitten, die Texte beantworten Fragen zu Stein, Fassung und Zertifikat.
- Produktbeschreibungen: Ein Datenblatt mit Material, Maßen, Pflege und Lieferzeit bringt mehr als drei Absätze Prosa mit demselben Begriff. Bei RYMHART steht auf jeder Produktseite eines zu Wolle, Machart und Größenlogik, bei der Opal-Schmiede eines zu Ring und Stein.
- Varianten: Farben und Größen sind kein Anlass für neue Texte. Google zeichnet Varianten mit ProductGroup, variesBy und hasVariant aus und verlangt dafür eine kanonische URL für die Gruppe und eigene URLs zum Vorwählen einzelner Varianten. Eine Datenfrage, keine Textfrage.
- Filterseiten: Farbe mal Größe mal Preis ergibt beliebig viele URLs mit fast gleichem Inhalt. Google warnt bei facettierter Navigation vor Übercrawling und empfiehlt, solche URLs per robots.txt zu sperren oder Filter über URL-Fragmente zu lösen. Kein Text macht diese Seiten einzigartig.
- Doppelte Herstellertexte: Wenn 40 Shops denselben Text führen, entscheidet nicht die Dichte, sondern dein eigener Anteil: Fotos, Maße, Anwendungsfälle, Fragen aus dem Kundenservice. Bei der Opal-Schmiede entstehen Produkte aus Lieferantendateien automatisch, gehen aber inaktiv in die Prüfung.
Gut zu wissen
Google empfiehlt, jedes Produkt über Kategorie- und Unterkategorieseiten verlinkbar zu machen, weil Googlebot es sonst beim Crawlen womöglich nicht findet. Interne Verlinkung ist ein handfester Hebel, und sie hat mit Wortanteilen nichts zu tun. Mehr dazu im Überblick zu SEO für Online-Shops.
Du weißt nicht, wo dein Shop steht? Im kostenlosen Shop-Check sehe ich mir Rankings, KI-Sichtbarkeit und Technik persönlich an, samt Kategorietexten und Produktdaten.
Wann Zählen trotzdem hilft
Die Kennzahl abzuschaffen wäre übertrieben. Sie hat drei sinnvolle Anwendungen, und in allen ist sie ein Messwert, kein Ziel.
- Als Warnsignal nach oben: Taucht ein Begriff in einem kurzen Produkttext zehnmal auf, brauchst du keine Diskussion über Grenzwerte, sondern streichst. Hohe Werte zeigen ein Formulierungsproblem, keine verfehlte Quote.
- Zum Vergleich mit dem Wettbewerb: Verwenden die Seiten auf den ersten Plätzen einen Begriff selbstverständlich und deine gar nicht, fehlt dir vermutlich ein ganzer Abschnitt. Die Erkenntnis ist die Lücke im Inhalt, nicht die Prozentzahl.
- Beim Prüfen von KI-Texten: Sprachmodelle wiederholen den Vorgabebegriff gern in jedem Absatz, besonders wenn er im Prompt steht. Ein Zähler macht das in Sekunden sichtbar. Bei der Opal-Schmiede entstehen Blogartikel als KI-Entwurf und gehen erst nach Freigabe online. Wie so ein Ablauf aussieht, steht unter KI-Automatisierung.
Was KI-Suchen daran ändern
In KI-Übersichten, im KI-Modus und in Antworten von ChatGPT oder Perplexity gibt es keine Trefferliste, in der ein Wortanteil zählen könnte. Dort werden Passagen gelesen, zusammengefasst und im besten Fall mit einem Link belegt. Google schreibt in der Dokumentation zu KI-Funktionen ausdrücklich, es gebe dafür keine zusätzlichen Anforderungen, keine besonderen Optimierungen, kein eigenes Schema und keine KI-Textdatei.
Interessanter ist, wie Google Seiten verarbeitet. Der Leitfaden zu den Ranking-Systemen beschreibt Passage Ranking als System, das einzelne Abschnitte einer Seite erkennt, um die Relevanz für eine Suche besser einzuschätzen. Für dich heißt das: Jeder Abschnitt sollte für sich stehen können. Klare Zwischenüberschrift, darunter die Antwort, danach die Begründung. Zahlen, Maße und Bedingungen gehören in den Text, nicht nur in eine Grafik.
Dazu kommt ein Punkt, der in Shops oft untergeht: Google betont, dass strukturierte Daten zum sichtbaren Text passen müssen, und empfiehlt, Merchant Center und Unternehmensprofil aktuell zu halten. Ein Preis im Markup, der auf der Seite anders lautet, kostet mehr Sichtbarkeit als jede Dichte. Was sonst für KI-Antworten zählt, steht im Überblick zu GEO und KI-Sichtbarkeit.
Häufige Fragen
Welche Keyword-Dichte ist optimal?
Keine. Google kennt laut John Mueller keinen Begriff von optimaler Keyword-Dichte. Verbreitete Spannen wie 0,5 bis 3 Prozent stammen aus Tools wie Yoast SEO, die eine Zahl brauchen, um eine Ampel zu färben.
Kann eine zu niedrige Keyword-Dichte schaden?
Ein Grenzwert nach unten existiert nicht. Fehlt ein Begriff komplett, fehlt meist auch der Inhalt dazu. Google nennt es das grundlegendste Relevanzsignal, wenn ein Inhalt dieselben Begriffe enthält wie die Suchanfrage. Schreib ihn also dorthin, wo er hingehört, einmal richtig statt zehnmal irgendwie.
Zählen Synonyme und Wortformen mit?
In der klassischen Rechnung nicht, bei Google schon. Neural Matching und RankBrain ordnen Konzepte einander zu, und laut Google findet die Suche passende Inhalte auch dann, wenn nicht alle exakten Suchbegriffe im Text stehen.
Wie erkenne ich Keyword Stuffing in meinem Shop?
Sieh dir die Stellen an, die automatisch entstehen: generierte Produkttexte, Kategorietexte im Fußbereich, Alt-Texte aus Dateinamen und Footer-Listen mit Orten oder Marken. Wo derselbe Begriff in Folge auftaucht, ohne dass ein Satz etwas Neues sagt, hast du einen Kandidaten. Der Rechner hilft beim Sortieren, entscheiden musst du beim Lesen.
Brauche ich für KI-Antworten eine andere Keyword-Dichte?
Nein. Google nennt für KI-Übersichten und KI-Modus keine zusätzlichen Anforderungen und keine speziellen Optimierungen. Was hilft: klar beantwortete Abschnitte, belegte Angaben und strukturierte Daten, die zum sichtbaren Text passen.
Quellen
- Google: SEO Office Hours, Transkript Januar 2023
- Google Search Central: English Google SEO office-hours from January 2023
- Google Webmasters: What is the ideal keyword density of a page? (2011)
- Search Engine Roundtable: Google Search Still Does Not Have The Notion Of Optimal Keyword Density (2023)
- Google: Spam-Richtlinien für die Google Websuche
- Google: SEO-Starter-Leitfaden
- Google: Hilfreiche, zuverlässige und nutzerorientierte Inhalte erstellen
- Google: Leitfaden zu den Ranking-Systemen der Google Suche
- Google: So funktioniert die Google Suche, Ranking der Ergebnisse
- Google: Best Practices für Google Bilder und Alt-Texte
- Google: KI-Funktionen und deine Website
- Google: Strukturierte Daten für Produkte
- Google: Strukturierte Daten für Produktvarianten
- Google: Produktdaten mit Google teilen
- Google: Google beim Verstehen der Shop-Struktur helfen
- Google: Facettierte Navigation
- Yoast: What is keyphrase density and why is it important?
- Brin und Page: The Anatomy of a Large-Scale Hypertextual Web Search Engine (1998, PDF)
- Stanford NLP: Introduction to Information Retrieval, tf-idf weighting
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