
Alles auf einen Blick
- E-E-A-T ist kein messbarer Rankingfaktor. Laut Google kann keine einzelne Prüferbewertung eine Seite in der Suche verschieben.
- Trust steht in der Mitte. Ohne Vertrauen nützen Erfahrung, Fachwissen und Autorität nichts.
- Aktuelle Fassung der Rater-Richtlinien: 11. September 2025, 182 Seiten. Neu ist vor allem die erweiterte YMYL-Kategorie zu Staat, Bürgerthemen und Gesellschaft.
- Seit Januar 2025 stehen Expired Domain Abuse, Site Reputation Abuse und Scaled Content Abuse als eigene Abschnitte im Kapitel zu den schlechtesten Seiten.
- KI-Texte sind erlaubt. Massenhaft erzeugte Seiten ohne Mehrwert nicht: Sie bekommen die Note Lowest, egal wie sie entstanden sind.
- Für Shops zählen handfeste Dinge: wer verantwortlich ist, wie man dich erreicht, und was bei Zahlung, Umtausch und Rückgabe gilt.
Inhaltsverzeichnis10 Abschnitte
E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trust. Die vier Begriffe stammen aus einem Handbuch, das Google für seine Qualitätsprüfer schreibt. Ein Rankingfaktor ist das nicht, und kein Tool rechnet dir einen E-E-A-T-Wert aus. Trotzdem beschreibt dieses Handbuch ziemlich genau, was Googles Systeme belohnen sollen.
Hier bekommst du den aktuellen Stand: die Search Quality Rater Guidelines in der Fassung vom 11. September 2025, die Abschnitte zu KI-Inhalten und Spam, die im Januar 2025 dazugekommen sind, und was das für einen Online-Shop praktisch heißt. Am Ende steht eine Checkliste mit zehn Punkten, die du in einer Woche abarbeitest.
Was die vier Buchstaben bedeuten
Bis Dezember 2022 hieß das Konzept E-A-T. Dann hat Google ein zweites E davorgesetzt, für Experience. Der Grund steht als Frage in den Richtlinien: Welcher Produktbewertung glaubst du eher, der von jemandem, der das Produkt selbst benutzt hat, oder der von jemandem, der es nie ausprobiert hat?
Genau da liegt für Shops der Hebel. Experience ist das einzige der vier Signale, das du jeden Tag erzeugst, ohne dafür einen Titel zu brauchen. Du packst Pakete, liest Retourengründe, beantwortest Fragen im Support. Das ist Erfahrung aus erster Hand, und sie steht meistens nirgends auf der Website.
| Buchstabe | Was Google prüft | Wie sich das in einem Shop zeigt |
|---|---|---|
| Experience (Erfahrung) | Ob der Urheber die nötige Erfahrung aus erster Hand für das Thema hat. | Eigene Produktfotos, ein Vergleich, den du wirklich gemacht hast, Hinweise aus Retouren. |
| Expertise (Fachwissen) | Ob der Urheber das nötige Wissen oder Können für das Thema hat. | Der Goldschmied schreibt über Ringgrößen, nicht ein Texter ohne Bezug zum Sortiment. |
| Authoritativeness (Autorität) | Ob Urheber oder Website als Anlaufstelle für das Thema gelten. | Erwähnungen in Fachmedien, Händlerverzeichnisse der Hersteller, eine gesuchte Marke. |
| Trust (Vertrauen) | Ob die Seite korrekt, ehrlich, sicher und verlässlich ist. | Sichere Bezahlung, erreichbarer Service, klare Rückgabe, korrekte Lieferzeiten. |
Trust nennt Google das wichtigste Mitglied der Familie: Eine Seite ohne Vertrauen hat schwaches E-E-A-T, egal wie erfahren, kompetent oder anerkannt sie wirkt. Im Handbuch steht dazu, Onlineshops brauchen sichere Bezahlsysteme und verlässlichen Kundenservice, und Produktbewertungen sollen ehrlich sein und bei der Kaufentscheidung helfen, statt nur zu verkaufen.
Wie viel von jedem Buchstaben nötig ist, hängt vom Thema ab. Bei einem Post zur Unterhaltung erwartet Google wenig, bei einer Anleitung zum Hausanschluss einen Elektriker. Die Regel lautet: Frag dich, was den Urheber für genau dieses Thema vertrauenswürdig machen würde.
Wie Google das prüft
Google beschäftigt weltweit externe Qualitätsprüfer. Sie bewerten zwei Dinge: wie gut ein Ergebnis die Suchabsicht trifft (Needs Met) und wie gut die Seite selbst ist (Page Quality). Ihre Anleitung sind die General Guidelines, öffentlich als PDF, aktuell 182 Seiten in der Fassung vom 11. September 2025.
Gleich in Abschnitt 0.1 steht der Satz, der die Rankingfaktor-Debatte beendet: Keine einzelne Bewertung kann direkt beeinflussen, wie eine Seite in der Google-Suche erscheint, und keine kann ein Ergebnis nach oben oder unten schieben. Die Bewertungen messen, wie gut die Suche arbeitet, und liefern Beispiele, aus denen die Systeme lernen. E-E-A-T ist also kein Schalter, sondern der Maßstab, an dem Google den eigenen Algorithmus misst.
Ein Prüfer geht bei Page Quality vier Fragen durch:
- Was ist der Zweck der Seite? Ohne erkennbaren Zweck gibt es die schlechteste Note. Verkaufen, informieren, unterhalten oder ein Werkzeug bereitstellen ist alles in Ordnung, der Zweck muss nur klar sein.
- Wie gut ist der Hauptinhalt? Google nennt vier Maßstäbe: Aufwand, Originalität, Talent oder Können und, bei Informationsseiten, Genauigkeit. Aufwand heißt, dass ein Mensch aktiv gearbeitet hat. Tausende Seiten durch eine Übersetzungssoftware zu schicken, gilt ausdrücklich nicht als Aufwand.
- Wer ist verantwortlich? Prüfer suchen Impressum, Über-uns-Seite und Kontaktdaten. Für Shops steht dort eine Sonderregel: Sie sollen zusätzlich nach den Regeln zu Zahlung, Umtausch und Rückgabe suchen.
- Welchen Ruf hat die Website? Der wird außerhalb der Website recherchiert.
Der letzte Punkt überrascht die meisten. Die Richtlinien geben dafür wörtliche Suchbefehle vor, etwa [ibm reviews -site:ibm.com]. Gesucht wird bewusst alles außer deiner eigenen Darstellung. Bewertungen zählen dabei als Text, nicht als Sternezahl: Glaubwürdige Betrugsberichte gelten als extrem negativer Ruf, ein verspätetes Paket ausdrücklich nicht.
Tipp
Mach die Prüfung einmal selbst. Suche [deinshop.de -site:deinshop.de] und [deinshop.de erfahrungen -site:deinshop.de] und lies die ersten zwei Seiten. Was dort steht, sieht ein Prüfer genauso. Notiere jede Aussage, die du entkräften kannst, und arbeite sie ab.
YMYL: wo Google besonders streng ist
YMYL steht für „Your Money or Your Life“. Gemeint sind Themen, bei denen falsche Inhalte Menschen oder der Gesellschaft ernsthaft schaden können. Die Richtlinien unterscheiden vier Arten von Schaden:
- YMYL Health or Safety: Themen, die der körperlichen, seelischen oder emotionalen Gesundheit schaden können, dazu jede Form von Sicherheit, auch online.
- YMYL Financial Security: Themen, die die Fähigkeit beschädigen können, sich und die Familie zu versorgen.
- YMYL Government, Civics & Society: Themen, die Gruppen von Menschen schaden, Fragen von öffentlichem Interesse, das Vertrauen in öffentliche Institutionen sowie Wahl- und Abstimmungsinformationen.
- YMYL Other: alles Weitere, was Menschen schaden oder das Gemeinwohl beeinträchtigen kann.
Die dritte Kategorie ist der Kern des September-Updates 2025. Vorher hieß sie „Society“ und sprach nur von Gruppen und öffentlichem Interesse. Jetzt stehen dort ausdrücklich das Vertrauen in öffentliche Institutionen und Wahlinformationen. Das Update war klein: Das PDF wuchs von 181 auf 182 Seiten, dazu kamen ein paar neue Beispiele, unter anderem für die Bewertung von AI Overviews.
YMYL ist keine Liste, sondern ein Verlauf. Die Richtlinien sagen selbst, dass die meisten Themen kein YMYL sind. Ein Shop für Kaffeebohnen fällt nicht darunter, Nahrungsergänzung, Kindersitze und Finanzierungen liegen klar drin. Einzelne Ratgeberseiten rutschen in jedem Sortiment hinein, sobald es um Dosierung, Sicherheit oder Geld geht.
Gut zu wissen
Auch bei YMYL zählt Erfahrung. Wer persönliche Erfahrung mit einer schweren Lebenslage teilt, kann laut Richtlinien hohes E-E-A-T haben, solange der Inhalt vertrauenswürdig, sicher und mit dem gesicherten Fachkonsens vereinbar ist. Ratschläge zur Behandlung selbst gehören zu Fachleuten. Für deinen Shop heißt das: Erfahrungsberichte ja, Heilversprechen nein.
Was das heißt, wenn KI die Texte schreibt
Googles Position ist seit Februar 2023 unverändert: Belohnt wird Qualität, unabhängig davon, wie der Inhalt entstanden ist. Automatisierung inklusive KI einzusetzen, um vor allem Rankings zu manipulieren, verstößt gegen die Spam-Richtlinien. Auf die Frage, ob KI-Inhalte gut ranken, antwortet Google trocken: KI bringt keinen Bonus, es ist einfach Inhalt. Ist er nützlich, originell und erfüllt Aspekte von E-E-A-T, kann er gut laufen. Sonst nicht.
Scaled Content Abuse
Der Abschnitt kam im Januar 2025 in die Rater-Richtlinien und ersetzt den alten Punkt zu automatisch erzeugtem Inhalt. Scaled Content Abuse liegt vor, wenn viele Seiten erzeugt werden, die vor allem dem Betreiber nützen und nicht den Nutzern. Beispiele: automatisierte Werkzeuge, ob generative KI oder nicht, als billiger Weg zu vielen Seiten ohne Mehrwert, das Zusammenstückeln fremder Inhalte, mehrere Websites, um die Masse zu verschleiern.
Zwei Sätze daraus sollte jeder kennen, der KI im Redaktionsprozess einsetzt. Erstens: Solche Seiten bekommen die Note Lowest, egal wie sie entstanden sind. Zweitens: Auch wer unsicher ist, ob KI im Spiel war, soll Lowest vergeben, sobald er nach dem Blick auf mehrere Seiten Scaled Content Abuse stark vermutet. Es geht also nicht um Erkennung, sondern um das Muster.
Genauso klar steht daneben die Gegenseite: Der Einsatz generativer KI allein bestimmt weder den Aufwand noch die Qualitätsnote. Mit denselben Werkzeugen entstehen hochwertige und minderwertige Inhalte.
Wichtig
2026 ist das keine Theorie mehr. Google hat laut eigenem Status-Dashboard im März, Juni und August 2026 Spam-Updates ausgerollt, dazu Core-Updates im März und Mai. Wer Hunderte KI-Seiten ohne eigene Daten veröffentlicht hat, merkt das an genau solchen Terminen.
Prüfstufen statt Vertrauen
Auf meinen eigenen Portalen entstehen Artikel und Vergleiche mit KI-Entwürfen. Der Entwurf ist aber nie das Ergebnis. Der Text wird aus Datenankern gebaut, aus echten Produktdaten, Preisen und Verfügbarkeiten. Danach prüft eine zweite Stufe Fakten gegen die Quellen, dazu verbotene Formulierungen und Duplikate. Was durchfällt, geht nicht live, und Bestenlisten zeigen nur Produkte, die wirklich kaufbar sind. Wie so eine Pipeline aufgebaut ist, steht unter KI-Automatisierung.
Der eigentliche Unterschied liegt vor dem Text. Ein Modell kann nur umformulieren, was es kennt, und was es kennt, steht schon im Netz. Originalität entsteht deshalb nur aus etwas, das noch nirgends steht: deine Messung, dein Test, deine Produktdaten, die häufigsten Rückfragen aus dem Support, dein Foto vom Produkt auf dem Küchentisch. Dieselbe Logik gilt, wenn Sprachmodelle Antworten zusammenstellen, siehe KI-Sichtbarkeit.
Kennzeichnung
Google verlangt keinen Hinweis auf jedem Text. Die Empfehlung hängt an einer Frage: Ergänze Hinweise zu KI dort, wo Leser sich fragen würden „Wie ist das entstanden?“, und setze Autorenzeilen dort, wo sie fragen würden „Wer hat das geschrieben?“. In Google News sind Autorenzeilen Pflicht. Eindeutig ist auch: Die KI als Autor einzutragen, hält Google für den falschen Weg. Verantwortlich ist ein Mensch oder ein Unternehmen, kein Modell.
Site Reputation Abuse und Expired Domain Abuse
Beide kamen im Januar 2025 in dasselbe Kapitel wie Scaled Content Abuse, und beide hängen direkt an E-E-A-T. Sie beschreiben denselben Trick aus zwei Richtungen: fremdes Vertrauen benutzen, statt eigenes aufzubauen.
Site Reputation Abuse
Hier veröffentlicht jemand Inhalte Dritter auf einer etablierten Website, vor allem um deren Rankingsignale zu nutzen. Googles Beispiele: eine Bildungsseite mit gesponserten Kurzzeitkredit-Bewertungen, eine Medizinseite mit Werbung zu den „besten Casinos“. Ausdrücklich kein Verstoß sind Presseverteiler, syndizierte Nachrichten, Foren, Kolumnen und Advertorials, die wirklich für Leser gedacht sind.
Für den deutschen Markt gibt es dazu eine frische Änderung. Am 28. August 2026 hat Google nach Gesprächen mit der EU-Kommission die Durchsetzung im Europäischen Wirtschaftsraum angepasst. Seit dem 30. August wirkt eine manuelle Maßnahme wegen Site Reputation Abuse für Suchende im EWR nicht mehr direkt. Stattdessen kann der betroffene Bereich abgetrennt und mit der Zeit unabhängig vom Rest der Website gerankt werden. Außerhalb des EWR bleibt es bei der direkten Auswirkung. Der Hebel ist für europäische Ergebnisse also anders, das Verhalten bleibt trotzdem ein Verstoß.
Expired Domain Abuse
Dabei wird eine abgelaufene Domain gekauft und umfunktioniert, um vom alten Vertrauen zu profitieren, während der neue Inhalt kaum Wert bietet. Googles Beispiele: Affiliate-Inhalte auf einer ehemaligen Behördenseite, Medizinprodukte auf der Domain einer früheren Wohltätigkeitsorganisation, Casino-Inhalte auf der Seite einer ehemaligen Grundschule. Zur Prüfung empfiehlt Google das Internet Archive.
Das dritte Beispiel kenne ich aus eigener Anschauung, mit umgekehrtem Vorzeichen. dermarkenjuwelier.de ist eine Expired Domain. Zehn Jahre lief darunter ein echter Schmuckshop, dann zog die Marke um, die Domain stand leer, und im Februar 2024 lag dort laut Internet Archive eine indonesische Online-Slot-Seite, also Glücksspiel-Spam. Heute betreibe ich dort ein Portal für Schmuck und Uhren. Ob Google die Domain deshalb noch misstrauisch behandelt, lässt sich von außen nicht sicher sagen. Deshalb zeige ich für dieses Projekt keine Suchzahlen. Die Zeitleiste und die vier Prüfungen, die ich seitdem vor jedem Domainkauf mache, stehen in der Referenz zu dermarkenjuwelier.
Was ein Shop konkret zeigen muss
Für Shops wird es konkret, weil die Richtlinien für Shopping-Seiten eigene Prüfungen vorsehen. Die Tabelle übersetzt das in Seiten und Elemente.
| Was ein Prüfer sucht | Wo es stehen sollte | Typischer Fehler |
|---|---|---|
| Wer ist für die Website verantwortlich | Impressum, Über uns, Footer auf jeder Seite | Impressum ohne Namen, nur eine Postfachadresse |
| Wer hat den Inhalt geschrieben | Autorenzeile am Beitrag, verlinktes Profil mit Qualifikation | „Redaktion“ ohne Person, Stockfoto als Porträt |
| Wie erreiche ich jemanden | Kontaktseite mit Telefon, E-Mail, Formular und Servicezeiten | Nur ein Formular ohne Antwortzeit |
| Zahlung, Umtausch und Rückgabe | Eigene Seiten, verlinkt im Warenkorb und im Checkout | Rückgaberegeln nur in den AGB versteckt |
| Versand und Lieferzeit | Versandseite und Produktseite, mit Kosten und realistischer Dauer | „Sofort lieferbar“ bei Artikeln, die drei Wochen brauchen |
| Wie sieht das Produkt wirklich aus | Eigene Fotos neben den Herstellerbildern, Größenvergleich, Detail | Nur Katalogbilder, identisch bei zwanzig Händlern |
| Was sagen andere | Bewertungen mit Text, auch kritische, mit Antwort des Shops | Ausschließlich fünf Sterne, alle aus derselben Woche |
| Woher kommt die Ware | Hersteller namentlich nennen, Marken- und Prüfsiegel erklären | Siegel als Bild ohne Angabe, wer es vergeben hat |
Zwei Punkte verdienen einen eigenen Satz. Ehrliche Bewertungen heißen auch: negative stehen lassen und darauf antworten. Eine makellose Sternewand wirkt verdächtig, und die Richtlinien warnen davor, wenigen Bewertungen zu trauen, weil sie jeder schreiben kann. Mehr dazu im Beitrag zu Kundenbewertungen und SEO. Und eigene Produktfotos sind der billigste Experience-Beweis: Ein Handyfoto vom echten Artikel schlägt das Katalogbild, das zwanzig Händler auch nutzen.
Alles Weitere von der Kategoriestruktur bis zu Filterseiten steht unter SEO für Online-Shops. Fehlen dir einzelne Begriffe, hilft die einfache Erklärung für Anfänger.
Checkliste: zehn Punkte für eine Woche
Nichts davon braucht eine Agentur oder einen Relaunch. Arbeite die Liste ab, ein bis zwei Punkte pro Tag.
- Impressum prüfen. Name, ladungsfähige Anschrift, Telefon, E-Mail, Handelsregister und Umsatzsteuer-ID, vom Footer aus mit einem Klick erreichbar.
- Kontaktseite bauen. Telefon, E-Mail, Formular, Servicezeiten und eine Zusage, wie schnell du antwortest. Und die dann einhalten.
- Über-uns-Seite mit Gesichtern. Wer ihr seid, seit wann, wo ihr sitzt, warum dieses Sortiment. Mit echtem Foto, nicht mit Stockmaterial.
- Autorenprofile anlegen. Jeder Ratgeberbeitrag bekommt eine Autorenzeile, die auf ein Profil mit Qualifikation verlinkt. Eine Person reicht, wenn es nur eine gibt.
- Versand und Rückgabe sichtbar machen. Eigene Seiten für Zahlung, Versand und Rückgabe, verlinkt auf der Produktseite und im Checkout.
- Zehn Produktseiten fotografieren. Nimm die meistverkauften Artikel und mach eigene Bilder, mit Größenvergleich und einem Detail, das im Katalogbild fehlt.
- Bewertungen aufräumen. Kritik stehen lassen, sachlich beantworten und jeden Käufer automatisch um eine Bewertung bitten.
- Hersteller und Siegel benennen. Zu jedem Siegel ein Satz, wer es vergibt und wofür. Herstellernamen ausschreiben.
- Den Ruf recherchieren. Suche deinen Shopnamen mit
-site:, lies Bewertungsportale und Foren und beantworte Beschwerden dort, wo sie stehen. - Dünne Seiten finden. Kategorien und Ratgeber ohne eigenen Inhalt: Entweder du schreibst etwas, das nur du schreiben kannst, oder die Seite geht aus dem Index.
Tipp
Fang mit Punkt 6 an, wenn dir die Zeit fehlt. Eigene Produktfotos wirken sofort auf Conversion und Vertrauen und sind das einzige Signal, das dir niemand kopieren kann.
Was E-E-A-T nicht ist
Zum Schluss der ehrliche Teil, weil um das Thema viel Unsinn kursiert.
- Kein Wert, den ein Tool ausrechnet. Es gibt keinen E-E-A-T-Score, weder in der Search Console noch sonst bei Google. Was Tools so nennen, ist die Hausmarke des Anbieters, meist aus Backlinks, Autorenboxen und Textlänge gemischt. Als Arbeitsliste brauchbar, als Messwert erfunden.
- Kein Markup. Ein E-E-A-T-Schema gibt es nicht. Strukturierte Daten zu Autor und Organisation helfen beim Verstehen, erzeugen aber kein Vertrauen. Google nennt erfundene Autorenprofile inklusive KI-generierter Porträts ausdrücklich als Beispiel für die schlechteste Bewertung.
- Keine Strafe. Es gibt keine E-E-A-T-Penalty. Manuelle Maßnahmen gibt es für Spam-Verstöße, und die siehst du in der Search Console. E-E-A-T wirkt über die Systeme, die Google an diesem Maßstab trainiert.
- Kein Projekt mit Enddatum. Ruf entsteht außerhalb deiner Website. Du kannst ihn nur verdienen und dann sichtbar machen.
- Kein Ersatz für die Basis. Eine Seite, die nicht lädt oder nicht indexiert ist, rankt auch mit perfektem Autorenprofil nicht.
Nüchtern zusammengefasst: E-E-A-T beschreibt, was Google für vertrauenswürdig hält. Du optimierst es nicht, du erfüllst es. Wenn du wissen willst, wo dein Shop steht, schaue ich im kostenlosen Shop-Check persönlich auf Rankings, KI-Sichtbarkeit und Technik.
Häufige Fragen
Ist E-E-A-T ein Rankingfaktor?
Nein. Google schreibt in der Doku, dass E-E-A-T selbst kein spezifischer Rankingfaktor ist, eine Mischung aus Faktoren zur Erkennung von gutem E-E-A-T aber nützlich sei. In den Rater-Richtlinien steht, dass keine einzelne Bewertung eine Seite verschieben kann.
Bestraft Google KI-Texte?
Nicht wegen der Technik. Google bewertet die Qualität, nicht die Entstehung. Zum Problem wird es, wenn viele Seiten mit wenig Aufwand und ohne Mehrwert entstehen. Dann greift Scaled Content Abuse mit der Note Lowest, unabhängig von der Machart.
Muss ich KI-Inhalte kennzeichnen?
Nur dort, wo Leser sich fragen würden, wie der Inhalt entstanden ist. Diese Formulierung nutzt Google selbst. Autorenzeilen empfiehlt Google dort, wo jemand fragen würde, wer das geschrieben hat. Die KI als Autor einzutragen, hält Google für den falschen Weg.
Ist mein Shop ein YMYL-Thema?
Meistens nicht als Ganzes, einzelne Seiten aber schon. Sobald es um Gesundheit, Sicherheit, Kinder, Verträge oder Geld geht, gelten strengere Maßstäbe. Nahrungsergänzung, Kosmetik mit Wirkversprechen und Kindersitze sind die typischen Fälle im E-Commerce.
Wie lange dauert es, bis bessere Signale wirken?
Das lässt sich nicht seriös beziffern. Änderungen sieht Google beim nächsten Crawlen, die Wirkung zeigt sich oft erst mit einem Core-Update. 2026 waren das die Updates im März und im Mai. Plane in Monaten, nicht in Wochen.
Quellen
- Google: General Guidelines (Search Quality Rater Guidelines), Fassung vom 11. September 2025
- Google Search Central: Hilfreiche, zuverlässige und nutzerorientierte Inhalte erstellen
- Google Search Central: Spam-Richtlinien für die Google Websuche
- Google Search Central Blog: Leitfaden der Google Suche zu KI-generierten Inhalten
- Google Search Central Blog: E-A-T erhält ein zusätzliches E für Experience
- Google Search Central Blog: Aktualisierung der Richtlinie zum Missbrauch des Websiterufs
- Google Search Status Dashboard: Verlauf der Ranking-Updates
- Search Engine Roundtable: Google Search Quality Raters Guidelines Updated 9/11
- Search Engine Land: Google updates search quality raters guidelines adding AI Overview examples and YMYL definitions
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