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Eigenes Projekt · Affiliate-Portal · Lektion

eat-vegan: Richtig gut durchgestartet,
und vom Juni-Update rausgehauen.

eat-vegan.de ist ein eigenes Affiliate-Portal für vegane Rezepte, Restaurants und Produkte. Es läuft auf meinem Multi-Tenant-System: eine gemeinsame Codebasis, jedes Thema mit eigener Datenbank und eigenen Inhalten. Die Domain war eine Expired Domain, das Linkbudget lag bei rund 1.200 Euro im Jahr. Die Seite ist steil gestartet. Dann kam das Google-Update im Juni 2026. Das steht hier, weil man aus so etwas mehr lernt als aus einer Aufwärtskurve.

8.738Klicks aus der Google-Suche, 16 Monate
787.116Impressionen
~100Klicks am Tag vor dem Update
-90 %Google-Klicks nach dem Juni-Update 2026

Google Search Console, 16 Monate bis 13.09.2026.

Aufbau

Was schnell
funktioniert hat.

Von Februar bis Juni 2026 ging es von null auf rund 100 Klicks am Tag, mit Spitzen über 120. Die Impressionen stiegen im gleichen Tempo auf bis zu 10.000 am Tag. Rezepte, Produktvergleiche, Kategorien und Blogbeiträge kamen aus den eigenen Pipelines, die Expired Domain brachte Startautorität mit, und ein kleines, sauberes Linkbudget half beim Anlauf.

Technisch steckte viel drin: Rezept-Automatik mit Duplikatschutz, Verzeichnis-Import, Produkt-Feeds, Pinterest-Pinning. Genau das war am Ende auch das Problem.

Google Search Console, 16 Monate: 8.738 Klicks, steiler Anstieg, Bruch im Juni 2026.
Google Search Console, 16 Monate: 8.738 Klicks, steiler Anstieg, Bruch im Juni 2026.
DomainExpired Domain, neu aufgebaut
Linkbudgetrund 1.200 € im Jahr
SystemMulti-Tenant, eigene Datenbank
StartFebruar 2026, steil
Ehrlich

Was schiefgelaufen ist:
zu viel, zu schnell.

Beim Google-Update im Juni 2026 fiel die Seite innerhalb weniger Tage von rund 100 auf unter 10 Google-Klicks am Tag und hat sich dort nicht erholt. Meine Analyse, ohne Ausreden:

  • Ein hoher Anteil an Inhalten kam sehr schnell: Produkte, Kategorien, Rezepte, Blogbeiträge, alles gleichzeitig.
  • Technisch war die Seite nicht ausgefeilt. Das Projekt ist schnell an Features gewachsen, an vielen wichtigen Stellen zu schnell.
  • Die Mischung aus Tempo, Masse und einer noch jungen Marke war für Google zu viel auf einmal.

Das ist kein Zufall und kein Pech. Es ist die Quittung für ein Muster, das Google seit 2024 gezielt abstraft.

Aber nur Google. Die eigene Messung mit PostHog, seit Ende Juli 2026, zeigt 80 bis 100 aktive Besucher am Tag und 500 bis 570 pro Woche. Die Herkunft: Ecosia mit großem Abstand vorn, dann Bing, direkte Aufrufe, DuckDuckGo. Google liegt mit rund 5 Prozent auf Platz fünf. Dass Ecosia bei einer veganen Seite die Nummer eins ist, ist kein Zufall: Die Zielgruppe passt zur Suchmaschine. Und chatgpt.com steht bereits als Referrer in der Liste.

PostHog, letzte 180 Tage: Ecosia, Bing, direkt, DuckDuckGo, dann erst Google.
PostHog, letzte 180 Tage: Ecosia, Bing, direkt, DuckDuckGo, dann erst Google.
Gelernt

Vier Regeln,
die seitdem in jedem Projekt gelten.

Was ich bei eat-vegan bezahlt habe, muss kein Kunde noch einmal bezahlen. Diese Regeln stehen heute in jedem Fahrplan, den ich schreibe.

Regel 1

Nicht so viel auf einmal

Inhalte in Wellen, nicht in Fluten. Lieber 20 Seiten, die sitzen, als 200, die Google als Masse erkennt. Wachstum muss zum Alter und zur Autorität der Domain passen.

Regel 2

Sauberer aufziehen

Technik zuerst fertig machen, dann skalieren. Kein Feature geht live, bevor Crawling, Indexierung, Canonicals und Ladezeit sauber sind. Das ist heute mein Audit-Fahrplan.

Regel 3

Saubere Backlinks

Erwähnungen auf Seiten, die thematisch passen, korrekt gekennzeichnet, in einem Tempo, das natürlich aussieht. Kein Budget, das schneller wächst als die Seite selbst.

Regel 4

Eine Marke aufbauen

Seiten, die Menschen gezielt aufrufen, überstehen Updates. Opal-Schmiede hat gehalten, Pastaweb und eat-vegan nicht. Der Unterschied ist die Marke.

So sieht es aus

Startseite und Ratgeber,
in voller Länge.

Die Seite ist weiter online und technisch sauber. Was ihr bei Google fehlt, ist Vertrauen, nicht Qualität. Scroll in den Rahmen, oder öffne das Bild in voller Länge.

Drei Seiten, drei Verläufe

Warum das für
deinen Shop zählt.

Ich habe drei eigene Seiten durch dieselben Google-Updates geschickt. Eine mit Marke, Produkten und Kundenkontakt hat gehalten. Zwei ohne Marke, mit viel Inhalt in kurzer Zeit, haben verloren. Das ist der ehrlichste Datensatz, den ich habe, und er ist mehr wert als jede Fallstudie mit nur einer Aufwärtskurve.

Für deinen Shop heißt das: Ich werde dir nie 500 KI-Texte auf einmal vorschlagen. Ich werde dir vorschlagen, Technik, Struktur und Marke in der richtigen Reihenfolge aufzubauen. Langsamer am Anfang, stabil danach.

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